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MEINE PHILOSOPHIE: DEFINITIONSSACHE

Beratung oder Therapie? Das ist Definitionssache!

Psychotherapie wird in den meisten Fällen von den Krankenkassen übernommen.
Aber Krankenkassen zahlen, wie der Name schon sagt, nur wenn Sie KRANK sind.

Um eine Kostenübernahme durch Ihre Krankenkasse zu erwirken, muss Ihr Anliegen also als KRANKHEIT definiert werden.

Das ist im Zweifelsfall meistens möglich. Ihren Symptomen wird dazu nach bestimmten Richtlinien eine Diagnose mit entsprechender Verschlüsselung zugeordnet. So ist zum Beispiel eine leichte Depression als "F32.0" verschlüsselt. Damit erkennt jeder Arzt oder Psychologe auf der Welt mit einem Blick, was der Kollege oder die Kollegin da verschlüsselt hat.
Die Diagnose samt Verschlüsselung wird bei der Krankenkasse dauerhaft gespeichert.
Damit ist bei entsprechender Schwere der Erkrankung natürlich auch der Weg zur Behandlung frei.

Zwei Haken hat die Definition "Krankheit" allerdings:

HAKEN NUMMER 1:

Sie bekommen das Etikett "krank". Im Fall eines psychischen Problems gelten Sie also als "psychisch krank".

Mein Menschenbild ist geprägt von meiner langjährigen Erfahrung in der Zusammenarbeit mit insgesamt einigen tausend Menschen (Patienten, Klienten, Workshopteilnehmern, usw.).
Fast alle Menschen, mit denen ich (auch im stationären Alltag, in der stationären Psychosomatik, im Krankenhaus, in der ambulanten Versorgung) gearbeitet habe, waren in fast allen Lebensbereichen ganz selbständige, kompetente, lebenserfahrene und psychisch gesunde Menschen mit einer Fülle an Fähigkeiten und Ressourcen. Und eben dem einen oder anderen Problem, bei dem sie Unterstützung brauchten.

Ich definiere die Menschen, mit denen ich arbeite, als gesunde, selbständige und ressourcenvolle Individuen, die in einem klar definierten Bereich ihres Lebens vorübergehend Unterstützung suchen.

Finden Sie es nicht auch schöner, sich selbst als gesund und kompetent wahrzunehmen, und sich eben nur für einen Teilbereich Ihres Lebens kompetente Unterstützung zu holen, anstatt sich als krank und damit gewissermaßen behandlungsbedürftig zu definieren?
Ich persönlich finde, dass die Auswahl der Definition als "krank und hilfebedürftig" oder "gesund und kompetent" einen entscheidenden Einfluss auf unseren Selbstwert und unser Selbstverständnis hat, und damit auch auf den Behandlungsverlauf, beziehungsweise die Problemlösung.



HAKEN NUMMER 2:


Die Etikettierung als "krank" hat langfristige, unter Umständen auch finanzielle Folgen.
Diese Folgen beziehen sich nicht nur auf den Selbstwert und die Problemlösung im aktuellen Fall, sondern sie können auch weitreichende finanzielle und berufliche Auswirkungen haben:

Beantragen Sie - unter Umständen Jahre nach der von der Krankenkasse bezahlten Psychotherapie - den Wechsel in eine private Krankenversicherung, den Erwerb einer privaten Krankenzusatzversicherung oder den Abschluss einer Lebensversicherung (z.B. zur Absicherung einer Immobilie bei Hausbau oder Hauskauf), müssen Sie immer auch Angaben zu Vorerkrankungen und Behandlungen machen. Diese Daten werden ggf. auch direkt bei Ihrer Krankenkasse abgefragt. Körperliche Einschränkungen, chronische Erkrankungen und erfolgte Psychotherapie werden dabei sehr oft als Grund für deutlich erhöhte Beiträge oder sogar als generellen Ablehnungsgrund angegeben.

Es gibt bereits zahlreiche Fälle, in denen die Durchführung einer Psychotherapie dazu führte, dass der Wechsel in eine andere Krankenkasse (v.a. privat) oder der Abschluss einer Lebensversicherung erschwert, verweigert oder unverhältnismäßig teurer wurde.
Daher sollten Sie immer auch überlegen, ob es sich für Sie lohnt, auf der einen Seite einige Hundert Euro zu sparen, die Sie unter Umständen an anderer Stelle in mehrfacher Höhe "draufzahlen" werden.

Ich lasse Sie "vom Haken":

Sie dürfen sich selbst weiter als gesund und kompetent wahrnehmen, wir definieren meine Arbeit daher nicht als "Therapie" oder "Behandlung".
Durch Ihre aktive Mitarbeit und meine kurzzeittherapeutische Ausbildung und Ausrichtung brauchen wir in der Regel für unsere Zusammenarbeit nur eine begrenzte Anzahl Termine, um einen für Sie gangbaren Lösungsweg zu finden. Damit halten sich die Kosten für meine Unterstützung in einem überschaubaren Rahmen.

Bevor der Psychotherapeut einen ersten Termin für Sie frei, und im Rahmen der ersten fünf "probatorischen Sitzungen" den Antrag zur Kostenübernahme bei der Krankenkasse eingereicht hat, haben Sie Ihr Anliegen vielleicht schon längst erfolgreich gelöst!

Betrachten wir Ihr Anliegen als das, was es ist: eine Fragestellung, bei der Sie als kompetenter, resourcenvoller Mensch Beratung und zeitweilige Begleitung wünschen, um gemeinsam kreative Lösungswege zu entwickeln.